Het Pelimentje
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Eierland

Gegenwärtig bildet Eierland den nördlichsten Teil von Texel und umfasst unter anderem den gleichnamigen Polder und De Cocksdorp. Ursprünglich war Eierland jedoch eine eigene Insel. Sie wurde Eierland genannt, da hier die Vogeleier im Frühjahr griffbereit herum lagen. Außerdem lebten hier enorm viele Kaninchen. Darum wurde die Insel verpachtet. Der Pächter von Eierland unterhielt auch jahrhundertelang die Fährverbindung nach Vlieland. Die heutige Fähre hatte also schon im 16. Jahrhundert einen Vorgänger!

Versandet

Eierland_duinenDas Seegatt zwischen Texel und Eierland versandete mit der Zeit. Durch den Bau eines Sanddeiches wuchs die Insel ab 1629 weiter an Texel heran. Man baute einen Deich aus Sand und bepflanzte ihn mit Strandhafer, der den wehenden Sand fing. Heute ist es eine hohe Düne, die auf der Höhe des Slufters eine herrliche Aussicht bietet.

Nicolas De Cock

Hinter dem Deich entstand ein ausgedehntes Wattengebiet. Im Laufe der Zeit wurde es zum Teil von Pflanzen bewachsen und Schafe konnten hier weiden. 1835 wurde Eierland eingedeicht durch den Einsatz des steinreichen, aus Antwerpen stammenden Kaufmanns und Reeders Nicolas De Cock. Zusammen mit anderen Unternehmern kaufte er die Salzwiesen vom Staat. 1500 Arbeiter wurden eingesetzt und innerhalb eines halben Jahres war das Gebiet eingedeicht.

historische kaartÜber den Postweg, der im neuen Polder angelegt wurde, wurde bis 1927 die Post für Vlieland transportiert. Er ersetzte die Route entlang der Dünen, die jahrhundertelang von berittenen Postillons genutzt wurde. Bereits im 17. Jahrhundert gab es eine schnelle Postverbindung von Amsterdam nach Texel und Vlieland, da die Amsterdamer Reeder eine schnelle Kommunikation mit ihren Schiffen auf Reede benötigten. Die Schiffe vor Texel bekamen ihre Post innerhalb von 10 Stunden. Ein Postillon brachte dann die Post für Vlieland weiter zur Fähre.

Roggesloot

Eierland_roggeslootDe Cocksdorp wurde während des Deichbaus am Hafen bei der Mündung des Roggeslootes gegründet. Der Roggesloot war ein alter Wattpriel, der seinen Namen den vielen Rochen, die in ihm schwammen, verdankte. Die Siedlung wurde zuerst Nieuwdorp genannt, sie bekam aber schnell ihren heutigen Namen, zu Ehren des im Polder allmächtigen De Cock.

Übergang

Eierland war ein wüstenartiges Gebiet, das von Sandstürmen geplagt wurde. Die Bewohner führten ein hartes Leben. Erst später, dank einer anderen Bewirtschaftung, wandelte es sich zu fruchtbarem Land.


Mischa Witte 2012-2015